Aller Abschied fällt schwer. Wie um das zu beweisen, schickt das moers festival als ersten Act des letzten Tages im wahrsten Sinne des Wortes einen Kracher auf die Bühne.
Als die drei Japanerinnen von
Nisennenmondai auf die Bühne treten wirken sie jedoch zunächst eher niedlich, ja fast schüchtern angesichts des vollen Hauptzeltes. Sie werden den Erwartungen des gespannten Publikums aber sofort gerecht.
Geradezu emotionslos beginnen die drei mit ihren monotonen Rhytmen, obwohl diese den Zuschauer zum Kopfnicken zwingen. Zaikawa versetzt dem von ihren Kollegen produzierten Klangteppich mit ihrem Bass zunächst unbeteiligt kleine Nadelstiche und lässt diese dann zu einem gewaltigen Brummen ansteigen, sodass die Musik nicht nur hör-, sondern auch fühlbar wird.
Die Melodien aus Takadas Gitarre, die sich dem Brummen anschließen, klingen zum Teil wie der Hintergrundsound eines GameBoyspiels der frühen 90er Jahre.
Wenn das Trio eines ihrer Klangwerke abschließt und an dem Anfang des nächsten knüppft, ist die Spannung im Zelt zum zereißen. Das fulminante Ende kommt dann einer Flugzeugturbine beim Start gleich. Ein super Start in den letzen Tag...